Nach einer langen Winterpause und intensiver Vorbereitung blickte man bei der „Eintracht“ mit Vorfreude auf den Rückrundenauftakt. Die Testspiele hatten einen stabilen Eindruck hinterlassen, Abläufe wirkten gefestigt, die Trainingsbeteiligung stimmte. Bei bestem Wetter und mit zahlreicher Unterstützung von außen reiste der SC Alsweiler zum SV Bubach-Calmesweiler.
Die Erwartung war klar: Der positive Trend sollte sich fortsetzen. Am Ende stand jedoch eine 2:3-Niederlage – in einem Spiel, das fußballerisch auf überschaubarem Niveau stattfand.
*Erste Halbzeit*
Von Beginn an entwickelte sich keine Partie, die in taktischer oder spielerischer Hinsicht Maßstäbe setzte. Auch die Gastgeber agierten keineswegs dominant oder technisch anspruchsvoll. Ihr Ansatz war schlicht: lange Bälle, frühe Abschlüsse, wenig Risiko im Aufbau.
Für den SCA hätte diese Art des Spiels beherrschbar sein müssen. Doch es fehlte an Grundtugenden. Zweikämpfe wurden nicht konsequent geführt, zweite Bälle nicht gesichert, im eigenen Ballbesitz unterliefen zu viele einfache Fehler. Das Offensivspiel wirkte fahrig, klare Kombinationen blieben die Ausnahme.
In der 20. Minute ging Bubach-Calmesweiler folgerichtig in Führung. Nach einem weiteren einfachen Vorstoß traf M. Müller zum 1:0. Es war kein herausgespieltes Glanzstück, sondern das Resultat aus Entschlossenheit und Zielstrebigkeit.
Kurz vor der Pause dann ein Lichtblick aus Sicht der Eintracht: In der Nachspielzeit fiel ein abgewehrter Ball rund 16 Meter vor dem Tor vor die Füße von Fabian Spaniol, der den Abpraller technisch sauber zum 1:1-Ausgleich verwertete (45.+2 Minute). Mit diesem Zwischenstand ging es in die Kabinen – ohne dass der SCA bis dahin spielerisch überzeugt hätte.
*Zweite Halbzeit*
Wer auf eine klare Leistungssteigerung hoffte, wurde zunächst enttäuscht. Das Spiel blieb zerfahren, strukturiertes Kombinationsspiel war auf beiden Seiten kaum zu erkennen. Doch während Bubach-Calmesweiler weiterhin simpel und direkt agierte, fand der SCA kein wirksames Gegenmittel.
In der 62. Minute führte ein Foul im Strafraum zum Elfmeter für die Gastgeber. M. Müller verwandelte sicher zum 2:1. Nur vier Minuten später erhöhte L. Raubuch nach einem weiteren geradlinigen Angriff auf 3:1 (66. Minute). Auch hier war es weniger spielerische Klasse als vielmehr Konsequenz im Ausnutzen von Unsicherheiten.
Erst in der Schlussphase zeigte die Eintracht mehr Initiative. Der Druck wurde erhöht, das Spiel nach vorne mutiger gestaltet. In der 86. Minute gelang Tim Beckstein der Anschlusstreffer zum 3:2. Für mehr reichte die verbleibende Zeit jedoch nicht mehr.
*Fazit*
Diese Niederlage ist als verdient einzuordnen – nicht, weil der Gegner brillierte, sondern weil einfache Mittel ausreichten, um den SCA zu bezwingen. Bubach-Calmesweiler spielte keinen herausragenden Fußball, agierte jedoch klarer und zielstrebiger.
Für die Eintracht muss der Anspruch höher sein. Wenn grundlegende Elemente wie Zweikampfführung, Konzentration und Struktur im Spielaufbau nicht stimmen, wird es unabhängig vom Gegner schwierig.
Der Blick richtet sich nun nach vorne. Die Mannschaft ist gefordert, eine deutliche Reaktion zu zeigen und die Diskrepanz zwischen Trainingsleistung und Pflichtspielauftritt zu schließen. Die Rückrunde bietet genügend Gelegenheit, Charakter zu beweisen.

Herren 1
Das neue Jahr beginnt mit Gegenwind
Nach einer langen Winterpause und intensiver Vorbereitung blickte man bei der „Eintracht“ mit Vorfreude auf den Rückrundenauftakt. Die Testspiele hatten einen stabilen Eindruck hinterlassen, Abläufe
