Pokal | Heimspiel (Flutlicht) | SC Alsweiler – SG Bostalsee | Endstand: 0:0 n. V. (0:0, 0:0), 5:4 n. E.
Einleitung
Der SC Alsweiler hat im Flutlichtspiel gegen den Landesliga-Zweiten SG Bostalsee für die Überraschung des Abends gesorgt. Nach 90 torlosen Minuten und einer ereignisarmen Verlängerungsregelung – im Pokal wird bekanntlich nicht verlängert – musste das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen. Dort behielt die Eintracht die kühleren Köpfe und setzte sich mit 5:4 durch. Damit zieht der SCA verdient in die nächste Pokalrunde ein und stellt gegen den favorisierten Ligahöheren eindrucksvoll seine Heimstärke unter Beweis.
Erste Halbzeit
Der SC Alsweiler begann mutig und mit hohem Pressing, das dem Landesligisten von Beginn an kaum Verschnaufpausen ließ. Zahlreiche Ballgewinne in gegnerischer Hälfte mündeten in einer Vielzahl von Torabschlüssen – unter anderem durch Dario Peri, Elia Glaab und Fabian Spaniol –, ohne dass der Ball jedoch den Weg ins Netz fand. Bostalsee kam gegen die griffige Alsweiler-Defensive kaum zur Entfaltung und blieb über weite Strecken des ersten Durchgangs harmlos.
Kurz vor der Pause bot sich den Gästen dann die erste nennenswerte Gelegenheit der Partie – und gleich die beste: Ein Foulelfmeter brachte Bostalsee die Chance zur Führung. Doch der Versuch vom Punkt blieb ungenutzt, die SG scheiterte. So ging es leistungsgerecht mit einem torlosen Remis in die Kabinen.
Überschattet wurde der erste Abschnitt von einer schweren Verletzung auf Gästeseite: Bostalsees SpielerJulian Hauch musste sich kurz vor dem Pausenpfiff verletzungsbedingt behandeln lassen und wurde anschließend mit dem Rettungswagen abtransportiert. Mannschaft und Verein des SC Alsweiler wünschen Julian Hauch auf diesem Wege gute und schnelle Besserung.
Zweite Halbzeit
Das hohe Tempo der Anfangsphase konnte der SCA über die volle Spielzeit nicht konstant halten. Bostalsee kam nun Schritt für Schritt besser ins Spiel und erarbeitete sich zunehmend bessere Möglichkeiten. Doch in Torhüter Domme Markowski fand der SCA einen bestens aufgelegten Rückhalt, der mehrere gute Chancen stark parierte.
Auch die Eintracht blieb weiterhin gefährlich. Alle eingewechselten Spieler fügten sich hervorragend ins Spiel ein und setzten frische Akzente. Die größte Möglichkeit der Schlussphase hatte Yannik Flaccus, der Sekunden vor dem Ende allein auf den Torwart zulief, sich den Ball dabei aber etwas zu weit vorlegte und die Führung liegen ließ. So blieb es nach 90 Minuten beim torlosen Remis – eine Verlängerung sieht das Pokalreglement nicht vor, die Entscheidung musste vom Punkt fallen.
Elfmeterschießen
Im Elfmeterschießen zeigte sich der SC Alsweiler nervenstark: Sämtliche Schützen der Eintracht verwandelten ihre Versuche sicher. Den Ausschlag gab schließlich eine weitere Glanztat von Domme Markowski, der den zweiten Strafstoß der Gäste stark parierte. Mit dem letzten verwandelten Elfmeter der Alsweiler stand der 5:4-Erfolg im Elfmeterschießen und damit der Einzug in die nächste Runde fest.
Fazit
Eine sehr starke Mannschaftsleistung, die zeigt, dass der SC Alsweiler zuhause jeden Gegner schlagen kann – auch einen Landesliga-Zweiten. Mit einer engagierten ersten Halbzeit, einer disziplinierten Defensivleistung nach dem Seitenwechsel und Nervenstärke vom Punkt sicherte sich die Eintracht einen Erfolg, der Mannschaft, Verein und Zuschauern gleichermaßen Freude bereitet.
Besondere Erwähnung verdient Co-Trainer Jan Recktenwald, der für den verhinderten Cheftrainer Sven Borgard an der Seitenlinie einsprang und dabei einen hervorragenden Job machte.